Woraus bestehen Perlen eigentlich? Generell kann man sagen, dass sie aus einer Art kugeligen Ansammlung von Perlmutt, beziehungsweise aus einer Mischung von Aragonit („kohlensaurer Kalk“) und Conchin, einer organischen Hornsubstanz, besteht.
Perlen entstehen letztlich dadurch, dass Muscheln und Schnecken die Perlen aus einer Schutzreaktion heraus produzieren. Allerdings bilden nur die wenigsten Muschel- und Schneckenarten Perlen aus. Die meisten dieser perlenartigen Gebilde bestehen nicht aus Perlmutt, sondern aus einer porzellanartigen, kalkhaltigen, oft auch stumpfen Substanz, die dem Material der Muschel- und Schneckengehäuse ähnlich ist. In Vergleich dazu gibt es aber eine Perlenauster der Muschelgattung „Pinctada“, die Perlen aus schillerndem Perlmutt bildet. Das Schöne daran ist, dass je nach Lichteinfluss das Material in einer anderen Farbe erscheint. Aus dem Grund gelten diese Austern auch als der berühmteste Perlenlieferant.
Perlaustern findet man auf Muschelbänken nahe der Atlantik- und Pazifikküste in 15 bis 20 Metern Tiefe. Um sich gegen Parasiten und Fremdkörper zu wehren, die in das Tier eindringen, bilden die Perlaustern Perlen. So weit die gängige These. Jedoch reicht dieser eine Fremdkörper nicht allein aus, damit die Muschel eine Perle bildet.
Für die Perlbildung ist ein Stück des Mantelgewebes entscheidet. Dieses Stück sitzt direkt unter der Muschelschale und muss mit dem Fremdkörper ins Innere der Muschel dringen, um die Perlmuttbildung auszulösen. Erst das besagte Mantelgewebe hat zur Wirkung, dass der eingedrungene Körper immer wieder mit Perlmuttschichten überzogen wird. Durch diesen Prozess wird der Fremdkörper abgetötet und so kann sichergestellt werden, dass die Muschel nicht länger durch den Eindringling bedroht wird.